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Seine Schwester war auch nicht besser. Damals, als wir zusammen waren, schien sie total fixiert auf meinen Bauchnabel zu sein. Ich kann nicht genau erklären, warum, denn ich hab es selbst nie so ganz verstanden. Eines Nachmittags lud mich Raffaela zu sich ein und ich musste mich auf ihre dämliche Schlafcouch legen, die sie extra mit samtrotem Stoff überzogen hatte. Natürlich nur der Stimmung wegen. Jedenfalls kam sie dann mit diesen Eiswürfeln an, von denen sie wohl dachte, sie würden mich aufheizen, aber eher das Gegenteil war der Fall. Als sie einen der kleinen gefrierpunktnahen Biester auf meinem Bauchnabel platzierte, blieb es an meiner Haut kleben und wollte sich nicht mehr loslösen. Es tat höllisch weh. Auch, dass es sich nach einiger Zeit zu Wasser verwandelte, konnte mich nicht mehr besänftigen. Ich musste mich irgendwie rächen, also schüttete ich ihr den Rest der Eiswürfel einfach in den Nacken und sie schrie, ja, sie heulte schon fast vor Schock und Überraschung. Das war der Zeitpunkt, in dem ich mir dachte: Ian, das mit dir und Mädchen – das wird nichts. Raffaela hat mich sozusagen bekehrt. Natürlich hab ich mich im Nachhinein bei ihr dafür bedankt und sie zu ihrer Gabe beglückwünscht, doch sie schien nicht so erfreut darüber zu sein, und beschimpfte daher meinen Bauchnabel. Seit dem drehte sie mir immer den Rücken zu, wenn ich ihr auf dem Gang begegnete.

- Schokoladenfondue
- Stricknadeln
- Kondom

Sam am 24.6.09 19:35, kommentieren

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Ich verabschiedete mich also von der Verkäuferin, mit meinem wunderschönsten Lächeln, das hoffentlich meinen schlechten Eindruck wegmachte und rannte los. Als ich im Bus saß, dachte ich darüber nach, was man Joseph denn so alles schenken könnte. Vielleicht ein Buch über Sexualpraktiken? Hab da ja neulich eins in der Schule gefunden und es mitgenommen. Lag einfach so im Klassenzimmer. „Ian, du alte Tischplatte, du!“, schreit jemand hinter mir, der mich anscheinend gerade erkannt hat. Ich drehte mich um und erkannte, dass es Allan war. Mein Chemie-Tischnachbar und auch der Bruder von Raffaela, meiner schrecklichen Exfreundin. Allan’s Kopf ist Bananenförmig, sein eindeutiges Merkmal, weswegen er auch manchmal Bananenkopf genannt wird. Manchmal erzählt er einem, dass er ein Halbwaise sei, aber ich befürchte, er weiß noch nicht mal was das genau ist.

- Wasser
- Nacken
- Bauchnabel

Tam am 24.6.09 19:33, kommentieren

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Ich musste auf meine Mitmenschen wirklich so wirken, als hätte ich zu viel Ohrenschmalz in meinen Ohren, das die Worte davon abhält, in meinen Kopf zu gelangen. Wäre manchmal zu schön, um wahr zu sein… Nach einigen weiteren Minuten fand ich eine Reisebroschüre mit einem Pauschalangebot zur Besichtigung der sehenswürdigsten Tunnel in ganz Indien und war schon fast versucht, auf das Reiseangebot einzugehen, als ich mich doch wieder auf den Boden der Tatsachen zurückfand. Dort sah es ein bisschen zu leer dafür aus… in der Portmonnaie-Gegend. Ich entschied mich, die Sache noch mal gründlich zu überdenken, bevor ich ihm einfach irgendwas kaufte. Und welcher Ort eignet sich besser, um sich über sinnlose Dinge den Kopf zu zermalmen? Richtig! Die Schule. Und da ich nicht den Rest des Weges dorthin zu Fuß hinter mich bringen wollte, beeilte ich mich besser zur Bushaltestelle, um noch irgendein Fahrzeug besteigen zu können, das wenigstens einen anständigen Dieselmotor besitzt.

- Bananenform
- Sexualpraktiken
- Halbwaise


Sam am 24.6.09 19:31, kommentieren

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Joseph war echt ein guter Kerl. Als wir einmal bei einem Schulausflug in einer Tropfsteinhöhle waren, erzählte er mir von seiner Gottheit „Pocahontas“. So nennt er seinen schnellen, hochleistungsfähigen Computer nämlich. Er benennt so allerlei Dinge, na ja, eigentlich nur Dinge die ihn an seinen PC erinnern, oder die ihn während dem Pc sitzen and „normale“ Menschen oder Tiere erinnern. Jedenfalls, damals als wir in der Tropfsteinhöhle waren, erzählte er mir, dass seine Cola beinahe auf seine einzigartige Pocahontas getropft wäre, und diese Höhle ihn an diese Situation erinnert. „Junger Freund?“, wiederholte die Verkäuferin. Ich erschrak aus meinen Tagträumen, bedankte mich recht herzlich und schaute mich ein wenig um. Einige Bücher lagen in einem Regal ordentlich sortiert, eins hatte mein Interesse geweckt und ich lass darin. Die Verkäuferin fragte mich noch einmal: „… Kissenschlacht“, war das Einzige was ich von dem Satz verstand. „Wie bitte?“.
„Wir haben Bücher mit Wissen wie Sand“, antwortete sie ein bisschen verärgert. „Achso.“, sagte ich und blätterte weiter.

- Dieselmotor
- Ohrenschmalz
- Tunnel


Tam am 24.6.09 19:30, kommentieren

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In der Bohrinsel gab es allerlei Kuriositäten. Aus Indien. Kurzum, alles, was sich mit indischen Göttern, deren Lehre oder ganz allgemein dem Hinduismus beschäftigte, war hier zu finden.
Die Ladenverkäuferin lächelte mich warm an. „Hallo, kann ich ihnen helfen, junger Freund?“ Ich musste ein wenig über ihren Akzent schmunzeln, aber ich war nicht zum Spaß hier! Da ich sowieso noch ein Geschenk für Joseph brauchte, dessen Geburtstag nächste Woche anstand, beschloss ich, ihm irgendwas völkerverständigendes zu kaufen, denn Dinge mit denen er rein gar nichts anfangen konnte, waren Nationen, Käse und Duftwolken. Wir nannten Joseph unter uns den „Hardwaredriver“, denn er war computerbesessen und ohne ihn lief bei unseren PCs sogut wie gar nichts. Selbst, als sich unter meinem Motherboard mal eine Riesenspinne breit gemacht hatte, kam er zu Hilfe und entfernte dieses grässliche Viech aus meiner Reichweite. Danach konnte ich erleichtert aufatmen!

- Pocahontas
- Tropfsteinhöhle
- Kis
senschlacht

1 Kommentar Sam am 24.6.09 19:28, kommentieren